Wie können wir unsere Städte klimaresilient, lebenswert und zukunftsfähig gestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der InfraTech 2026, die unter dem Motto „Engineering the future“ vom 13. bis zum 15. Januar in Essen stattfand. Am dritten Messetag rückte die grün-blaue Infrastruktur in den Fokus – und mit ihr die Verleihung des erstmals ausgeschriebenen Preises Grün.Blaue Infrastruktur.
Der Preis wurde von einem Initiatorenkreis aus bdla nw, Emschergenossenschaft/Lippeverband, Zukunftsinitiative Klima.Werk, der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), Knappmann GmbH, dem BWK Landesverband NRW e. V. und Baukultur Nordrhein-Westfalen ausgelobt.
Ausgezeichnete Projekte
Drei Vorhaben aus Nordrhein-Westfalen überzeugten die Jury durch ihre Umwelt- und Klimawirkung, soziale Relevanz, gestalterische Qualität und technische Innovation:
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Umbaupreis ging an die Stadt Detmold und Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH für die Gestaltung des Schlossplatzes Detmold.
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Quartierspreis ging an die Stadt Bochum sowie BPR Ingenieure und Henning Larsen für die Quartiersentwicklung Ostpark Bochum.
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Transformationspreis ging an die Stadt Herne für die geplante Umgestaltung des Marktplatzes Röhlinghausen.
Die prämierten Arbeiten zeigen, wie sich Grünflächen und Gewässer technisch, gestalterisch und konzeptionell in die Stadtplanung integriert integrieren lassen. Angesichts von Klimawandel, Urbanisierung und Nutzungskonflikten leisten sie einen wichtigen Beitrag zu resilienten, lebenswerten Städten. Ausgezeichnet wurden sowohl realisierte Projekte als auch Planungen und Vorhaben / Konzepte.
Podiumsdiskussion zum Klimaanpassungsgesetz NRW
Begleitend zur Preisverleihung beteiligte sich Baukultur NRW an der Podiumsdiskussion zum Klimaanpassungsgesetz NRW (KIAnG) im Themenblock „Green Solutions for Future Cities“. Nach einem Impulsvortrag zur Rolle grün-blauer Infrastruktur in Klimaanpassung und Haftungsrecht diskutierten Vertreter*innen aus Landschaftsarchitektur, Wasserwirtschaft, Kommunen und Verbänden über Herausforderungen und Chancen einer integrierten Klimaanpassung. Für Baukultur NRW nahm Peter Köddermann (Geschäftsführer Programm) an der Diskussion teil.
