Presse: Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte

Mit „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ veröffentlicht Baukultur NRW eine praxisorientierte Publikation, die den Umgang mit Kirchengebäuden beleuchtet.

Pressematerialien

Pressemitteilung, 5.5.2026

„Kirchenräume neu denken“: Neuer Leitfaden von Baukultur NRW zeigt Wege für eine zukunftsfähige Nutzung

Immer mehr Kirchengebäude in Nordrhein-Westfalen stehen vor einer großen Herausforderung: Von den ungefähr 6.000 Kirchengebäuden (konfessionsübergreifend) in NRW werden ca. 3.000 in absehbarer Zukunft nicht mehr für Gottesdienste und Gemeindearbeit gebraucht. Gleichzeitig prägen sie das Stadtbild und erfüllen wichtige Funktionen für das gesellschaftliche Leben vor Ort. Mit „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ legt Baukultur NRW nun eine praxisorientierte Publikation vor, die den Umgang mit Kirchengebäuden und deren Umgestaltung neu beleuchtet.

Im Mittelpunkt steht eine klare Botschaft: Kirchenräume sind keine Problemfälle, sondern wertvolle Ressourcen. Sie bieten Potenziale für neue Nutzungen und können auch zukünftig als Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und der sozialen Infrastruktur dienen – sowohl in städtischen als auch in ländlichen Räumen.

Kirchenräume sind wertvolle Ressourcen, keine Problemfälle

Die Publikation richtet sich an Kommunen, Kirchengemeinden sowie zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen, die sich mit der Zukunft von Kirchengebäuden befassen. Der Leitfaden versteht sich ausdrücklich als Arbeitsinstrument für die Praxis. Ziel ist es, Verantwortliche zu ermutigen, die Anforderungen zu prüfen, Ideen zu entwickeln und Kooperationen aufzubauen.

„Kirchenräume neu denken“ zeigt, wie aus ersten Überlegungen tragfähige Projekte entstehen können. Neben grundlegenden Fragen zu Beginn eines Umnutzungsprozesses werden Herangehensweisen vorgestellt, die Transformation von Kirchenräumen unterstützen. Erfahrungsberichte und Fachbeiträge aus Politik, Architektur, Baukultur, Verwaltung und Denkmalpflege ergänzen die praxisnahen Inhalte – u. a. von Daniel Sieveke, Staatssekretär im NRW-Bauministerium; Prof. Dr. Barbara Welzel vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Kulturelle Bildung der TU Dortmund; Architekt Jörg Beste von synergon sowie Peter Köddermann, Geschäftsführer Programm von Baukultur NRW.

Umwandlung mehr als ein Immobilienprojekt

Die Transformation eines Kirchengebäudes ist weit mehr als ein reines Immobilienprojekt. Sie erfordert einen sensiblen Umgang mit der Geschichte, der Architektur und den Bedürfnissen eines Quartiers. Gleichzeitig eröffnet sie Möglichkeiten für neue Formen des Zusammenlebens – etwa durch kulturelle Angebote, Bildungsformate, soziale Einrichtungen oder nachbarschaftliche Treffpunkte. Solche Orte sind zentral für den Erhalt einer demokratischen Gesellschaft.

Ein besonderes Augenmerk legt der Leitfaden auf die Rolle der Kommunen. Denn auch Stadtverwaltungen sind zunehmend mit Kirchenschließungen konfrontiert und haben die Chance, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten. Die Handreichung unterstützt dabei mit Checklisten und Vorlagen, lenkt den Blick auf Rollenverteilungen und regt zur fundierten Analyse des kirchlichen Bestands an – mit dem Ziel neue Perspektiven einzunehmen und Kirchen weiterhin als wichtigen Teil einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu begreifen.

„Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ Ab sofort als Print-Ausgabe bei Baukultur NRW zu bestellen und außerdem als PDF zum Download: baukultur.nrw/kirchenraeumeneudenken

Veranstaltungen zum Leitfaden

Baukultur NRW stellt den Leitfaden „Kirchenräume neu denken“ im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen vor und lädt zur Diskussion über die Zukunft von Kirchengebäuden ein:

Am Dienstag, 26. Mai 2026, um 19 Uhr findet in der Lutherkirche in Solingen die Veranstaltung Kirchen neu denken – eine kommunale Aufgabe?“ im Rahmen der Ausstellung Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven des Wandels des Museums der Baukultur NRW statt.

Eine weitere Veranstaltung zum Leitfaden folgt am Montag, 8. Juni 2026, um 18 Uhr im Baukunstarchiv NRW in Dortmund.

Pressekontakt Baukultur Nordrhein-Westfalen 

Kommunikation

Annabell Bialas
0209 402441 – 17 |

Timo Klippstein
0209 402441 – 18 |


Über Baukultur Nordrhein-Westfalen
Baukultur Nordrhein-Westfalen ist als Institution im Land die Adresse für Baukultur. Wir initiieren, organisieren, vernetzen und kommunizieren aktuelle baukulturelle Themen. Dazu kooperiert Baukultur NRW mit vielen Partnern und unterstützt beispielhafte Projekte Dritter. Mit dem eigenen Museum der Baukultur präsentiert und inszeniert Baukultur NRW wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen – in NRW und über die Landesgrenzen hinaus. Diese Form eines mobilen Museums der Baukultur ist weltweit einzigartig. Gefördert wird Baukultur NRW vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. baukultur.nrw

Pressebilder

Titelfoto Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“, Dreifaltigkeitskirche Köln, seit 2023 ein Aikido-Dojo. | Foto: Felix Hemmers
Titelfoto Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“, Dreifaltigkeitskirche Köln, seit 2023 ein Aikido-Dojo.
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden. | Foto / Gestaltung: Felix Hemmers
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden.
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden. | Foto / Gestaltung: Felix Hemmers
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden.
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden. | Foto / Gestaltung: Felix Hemmers
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden.
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden. | Foto / Gestaltung: Felix Hemmers
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden.
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden. | Foto / Gestaltung: Felix Hemmers
Die Publikation „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ von Baukultur NRW unterstützt Kommunen und Gemeinden bei der Umnutzung von Kirchengebäuden.
Kirche St. Ursula in Hürth, 1954–1956 erbaut; Architekt: Gottfried Böhm; ursprüngliche Nutzung: Katholische Pfarrkirche des Erzbistums Köln; 1993 unter Denkmalschutz gestellt; 2010 kaufte der Kunsthändler und Galerist Rafael Jablonka das Sakralgebäude, das nach denkmalgerechtem Umbau unter dem Namen „Böhm Chapel“ als Ort für wechselnde Kunstausstellungen dient. | Foto: Felix Hemmers
Kirche St. Ursula in Hürth, 1954–1956 erbaut; Architekt: Gottfried Böhm; ursprüngliche Nutzung: Katholische Pfarrkirche des Erzbistums Köln; 1993 unter Denkmalschutz gestellt; 2010 kaufte der Kunsthändler und Galerist Rafael Jablonka das Sakralgebäude, das nach denkmalgerechtem Umbau unter dem Namen „Böhm Chapel“ als Ort für wechselnde Kunstausstellungen dient.
St. Bartholomäus Köln, 1959 erbaut, Architekt: Hans Schwippert (1899–1973); ursprüngliche Nutzung als Kirche des Erzbistums Köln. Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz. 2011–2013 Umbau zu einer Grabeskirche; heutige Nutzung als Kolumbarium. Die Kirche kann bei Bedarf neben der Grabesfunktion weiterhin für kleinere Gottesdienste oder Musik- und Kulturveranstaltungen genutzt werden. | Foto: Felix Hemmers
St. Bartholomäus Köln, 1959 erbaut, Architekt: Hans Schwippert (1899–1973); ursprüngliche Nutzung als Kirche des Erzbistums Köln. Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz. 2011–2013 Umbau zu einer Grabeskirche; heutige Nutzung als Kolumbarium. Die Kirche kann bei Bedarf neben der Grabesfunktion weiterhin für kleinere Gottesdienste oder Musik- und Kulturveranstaltungen genutzt werden.
St. Rochus in Jülich, 1961 Fertigstellung und Einweihung; Architekt: Gottfried Böhm; ursprüngliche Nutzung: katholische Pfarrkirche; Gebäude steht unter Denkmalschutz; 2022 Verkauf an ein Gemeindemitglied, das dort seit 2023 ein Fahrradgeschäft samt Werkstatt betreibt | Foto: Felix Hemmers
St. Rochus in Jülich, 1961 Fertigstellung und Einweihung; Architekt: Gottfried Böhm; ursprüngliche Nutzung: katholische Pfarrkirche; Gebäude steht unter Denkmalschutz; 2022 Verkauf an ein Gemeindemitglied, das dort seit 2023 ein Fahrradgeschäft samt Werkstatt betreibt

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