Die Neugestaltung des Geroparks vereint Grün, Erholung und Spiel.
Die Neugestaltung des Geroparks vereint Grün, Erholung und Spiel. Foto: Guido Erbring

Geropark Mönchengladbach – vom Parkplatz zu mehr Park und Platz

Im Geropark in Mönchengladbach vereinen sich Naherholung, Grünflächen und Sport. Außerdem verbinden sich über neue Wege mehrere Stadtgebiete und bereits bestehende Parks. Fenna Tinnefeld stellt das Areal in ihrem Blog-Beitrag vor.

Der frühere Parkplatz am Geroplatz ist einer parkähnlichen Eingangssituation mit viel Grün, einem erweiterten Weiher sowie dem Blick auf die Abtei gewichen. Auf diese Weise bildet er den Übergang zum Geropark. Historische Elemente wie der Verlauf der alten Stadtmauer sind durch die Umgestaltung 2023 sichtbar, neue Spiel- und Sportangebote und eine verbesserte Wegeführung sorgen für mehr Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität für alle Generationen.

Platzsituation vor der Umgestaltung. Foto: Giulio Coscia
Platzsituation vor der Umgestaltung. Foto: Giulio Coscia
Platzsituation nach der Umgestaltung. Foto: Guido Erbring
Platzsituation nach der Umgestaltung. Foto: Guido Erbring

Ortslage und städtebauliche Situation

Im Zentrum Mönchengladbachs am Übergang zum Münster und zum Abteiberg gelegen bildet der Geropark eine wichtige Grün- und Wegeverbindung. Im Rahmen des „Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts Alt-Mönchengladbach“ sowie des „Rahmenplans Abteiberg“ erfolgte die Umgestaltung bis ins Jahr 2023. Der ehemals stark versiegelte und als Parkplatz genutzte Geroplatz bzw. der gesamte Geropark bildet nun eine Erweiterung der bereits bestehenden Parks, dazu gehören der Sonnenberg, der Abteigarten und der Hans-Jonas-Park. Um den Bezug zum Stadtraum zu stärken, weitete man den Geroweiher aus und machte den Verlauf der historischen Stadtmauer sichtbar.

Der Lageplan des Parks zeigt die neuen Bereiche und Elemente im Park. Grafik: WES LandschaftsArchitektur
Der Lageplan des Parks zeigt die neuen Bereiche und Elemente im Park. Grafik: WES LandschaftsArchitektur

Nutzungskonzept

Zentrale Idee war es, den Freiraum aufzuwerten, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen sowie Klimaanpassung voranzutreiben und den Park stärker um den erweiterten Geroweiher zu organisieren. Zum vergrößerten Nutzungsangebot zählen neue Sitz- und Liegeflächen am Wasser, ein geplanter Gastronomiepavillon am Geroplatz, barrierefreie Wege sowie dezentral verteilte Spiel- und Sportangebote für alle Generationen. Die Inszenierung des historischen Mauerverlaufs durch eine beleuchtete Mauer, auf der man sitzen kann, verbindet Historisches und Neues.

Folgen für das (Mikro-)Klima

Die ökologische Qualität des Parks wurde durch mehr Grünflächen, die Erhaltung des wertvollen Baumbestands und eine klimabewusste Pflanzenauswahl verbessert. Expert*innen für Baumökologie wurden in der Planung herangezogen, um die Bäume bestmöglich zu schützen. Zur Verbesserung des Mikroklimas in der Innenstadt tragen die erweiterten Wasserflächen maßgeblich bei. Die Reduzierung von versiegelten Flächen (Rückbau der Parkplatzfläche) sowie die Integration wasserdurchlässiger Beläge unterstützen die Versickerung des Regenwassers, was außerdem die Hitzeinseln im Stadtgebiet mildert.

Soziale Auswirkungen

Ort: Weiherstraße, 41061 Mönchengladbach
Beteiligte an der Umgestaltung: WES LandschaftsArchitektur; Ingenieurbüro Prof. Nacken GmbH; OC|L Lichtplanung, Diepholz
Auftraggeber: Stadt Mönchengladbach,
Fachbereich Stadtentwicklung und Planung
Zeitraum der Umgestaltung: 2020–2023
Fläche: 49.800 Quadratmeter

Der Geropark ist nun ein inklusiver, generationsübergreifend nutzbarer Freiraum und fördert somit die soziale Interaktion. Neue Spiel- und Sportbereiche, barrierefreie Wege und vielfältige Aufenthaltsorte fördern Begegnung und Bewegung. Durch die Aufwertung und zusätzliche Beleuchtung sind zuvor teils als Angsträume wahrgenommene Bereiche wie die Unterführung Hittastraße mit einem größeren Sicherheitsgefühl passierbar. Auch die angrenzende Gastronomie „Gero Brasserie“ und der geplante Gastro-Pavillon auf dem Geroplatz steigern die Aufenthaltsqualität des Parks. Ein Ziel der Umgestaltung war es auch die Nachbarschaft zu stärken – dies gelingt vor allem in den warmen Monaten, wenn sich die Menschen aus der Umgebung auf den Wiesenflächen aufhalten, wie eine Anwohnerin berichtet. Zudem hat die Stadt im Vorhinein Bürger*innen durch Informationsveranstaltungen im Park, Online-Beteiligung oder den Arbeitskreis „Geropark“ an der Planung beteiligt.

Viele Möglichkeiten zum Verweilen bieten sich im Geropark. Foto: Guido Erbring
Viele Möglichkeiten zum Verweilen bieten sich im Geropark. Foto: Guido Erbring
Unterschiedliche Spiel- und Klettergeräte lassen sich im Park nutzen. Foto: Guido Erbring
Unterschiedliche Spiel- und Klettergeräte lassen sich im Park nutzen. Foto: Guido Erbring
Basketball oder Fußball spielen – beides ist möglich im Geropark auf neu angelegten Flächen. Foto: Guido Erbring
Basketball oder Fußball spielen – beides ist möglich im Geropark auf neu angelegten Flächen. Foto: Guido Erbring

Besonderheiten der Neugestaltung

  • Der Geroweiher wurde deutlich vergrößert (um + 1.185 Quadratmeter), was neue Aufenthaltsqualitäten am Wasser ermöglicht und der Klimaanpassung dient.
  • Es gibt zwei Teilflächen, die durch eine „Furt“ verbunden sind plus Fontänen, die in den wärmeren Monaten (Straßen-)Lärm überdecken und eine beruhigende Atmosphäre schaffen.
  • Der Verlauf der alten Stadtmauer ist in den Parkverlauf integriert: durch eine neue, beleuchtete Sitzmauer, die den historischen Verlauf nachzeichnet.
  • Es gibt viele barrierefreie Wege sowie neue Sport- und Spielbereiche: unter anderem einen Kleinkinderspielplatz, Multifunktionsflächen (z. B. für Basketball, Fußball), Tischtennisplatten, Skate-Elemente

Sonstiges

Es liegen einige Sehenswürdigkeiten sowie Gastronomie fußläufig vom Geropark entfernt. Schauen Sie sich zum Beispiel das Münster St. Vitus an, das Wahrzeichen von Mönchengladbach, den Abteigarten oder das Museum Abteiberg. Eine mögliche Spazierroute rund um den Geropark wäre zum Beispiel folgende:

Geropark → Brasserie Gero → Münster → Abteigarten & Stadtmauer → Museum Abteiberg → Haus Erholung → Altstadt → zurück zum Geropark

Kontakt

(Umgestaltung)

Beatrix Hansen, Öffentlichkeitsarbeit
WES LandschaftsArchitektur
Fon: +49.40.27841-153

Ihr Kontakt für diesen Bereich

Fenna Tinnefeld

Fenna Tinnefeld

Redaktion Best-Practice-Projekte Grüne Städte und Regionen

T 0209 402441-21
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