Nospolis

In Städten wie im ländlichen Raum ist zu beobachten, dass das Interesse an gemeinschaftlich entwickelten Immobilien und Quartieren wächst.

v.l.n.r.: Christoph Schlaich (Bergische Universität Wuppertal), Silke Helfrich (Referentin), Elke Krasny (Referentin) und Tim Rieniets (StadtBauKultur NRW) im Gespräch mit Besuchern des Symposiums. Foto: Sven Pacher
v.l.n.r.: Christoph Schlaich (Bergische Universität Wuppertal), Silke Helfrich (Referentin), Elke Krasny (Referentin) und Tim Rieniets (StadtBauKultur NRW) im Gespräch mit Besuchern des Symposiums. Foto: Sven Pacher

Anders als beispielsweise bei Baugruppen geht es bei diesen neuartigen Entwicklungen nicht nur um die Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen. Sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte des miteinander Wohnens und Arbeitens umfasst. Die so entwickelten Immobilien und Quartiere dienen nicht nur der Schaffung von Wohnraum, sondern wollen Alternativen aufzeigen und im praktischen Alltagsleben umsetzen.

Solche gemeinschaftlichen Projekte hat es schon viele gegeben, aber vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen, wie dem Umwelt- und Klimaschutz, den Wirtschaftskrisen, oder dem Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung, sind sie heute von besonderer Aktualität. Sie erweitern die Grenzen zivilgesellschaftlicher Beteiligungsprozesse um grundlegende Fragestellungen: Wer ist an der aktiven Gestaltung der Stadt und ihren Wertschöpfungsprozessen beteiligt? Wie viel selbstbestimmte Raumaneignung ist möglich und wie viel formelle ist nötig? Wie ist es möglich, dass Gemeinschaften Verantwortung für sich übernehmen, ohne das Gemeinwesen Stadt zu vernachlässigen?

Auf dem Symposium „Nospolis“ der drei Lehrstühle „Ökonomie des Planens und Bauens“ (Prof. Dr. Guido Spars), „Konstruieren und Entwerfen“ (Prof. Ulrich Königs) und „Landschaftsarchitektur“ (Prof. Klaus Overmeyer) der Bergischen Universität Wuppertal wurden die Bedingungen und Potenziale dieser neuen städtischen und ländlichen Gemeinschaften zum Thema gemacht. Bestehende Konzepte, theoretische Ansätze und realisierte Projekte wurden erstmalig von Fachleuten und Praktikern in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus reflektiert. Es referierten und diskutierten: Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Jena), Elke Krasny (Kuratorin und Kulturtheoretikerin, Akademie der Bildenden Künste Wien), Tobias Goevert (Principal Regeneratoin Officer, London), Prof. Dr. Philipp Misselwitz (Kurator und Architekt, TU Berlin), Judith Lösing (Stadtplanerin, London), Gerog Franck (Architekt und Satdtplaner, TU Wien), Andreas Krauth (Architekt, Berlin).

Ihr Ansprechpartner für diesen Bereich

Peter Köddermann

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Geschäftsführung Programm

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