„DIEDRITTEDIMENSION“ von Markus Linnenbrink in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf. Foto: Markus Linnenbrink

„Ohne Kunst kein Bau“: Baukultur Nordrhein-Westfalen veröffentlicht Buch zu Kunst-und-Bau-Projekten

Mit dem Buch „Ohne Kunst kein Bau“ stellt Baukultur Nordrhein-Westfalen eine Auswahl von Kunst-und-Bau-Projekten zwischen den Jahren 2007 und 2019 vor.

Ein aktuelles Spektrum künstlerischer Ansätze

Die Projekte wurden im Rahmen öffentlicher und privater Bauvorhaben in Nordrhein-Westfalen geplant und realisiert. „Wir möchten mit „Ohne Kunst kein Bau“ zeigen, wie vielfältig, spannend und herausfordernd das Zusammenspiel von Kunst und Bau interpretiert werden kann“, sagt Peter Köddermann, verantwortlich für das Programm von Baukultur Nordrhein-Westfalen.

In der Publikation sind 33 Objekte mit farbigen Fotos zusammengestellt, die ein breites Spektrum künstlerischer Ansätze abbilden: von der naturalistischen Zeichnung bis zur abstrakten Malerei, von Skulpturen aus Bronze, Stein oder Kunststoff bis zu Licht-installationen. Immer steht die Auseinandersetzung mit dem Ort, dem Gebäude oder der Funktion im Mittelpunkt. Mal verschmilzt die Kunst mit der Architektur, mal bildet sie einen deutlichen Kontrast zu ihr, zusammen entstehen besondere Atmosphären. Die Kunst-und-Bau-Objekte befinden sich in Außen- und Innenräumen.

Neben dem visuellen Eindruck, den die Publikation vermittelt, enthält „Ohne Kunst kein Bau“ detaillierte Angaben zu den Projekten wie Baujahr, Ort und Adresse, Architekten, Künstler oder der Materialität. Darüber hinaus beleuchteten vier Beiträge das Thema aus der Perspektive der Baukultur, der Künstler, der Architekten und des Bauens.

Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW), verfasste als Gastautorin den Beitrag „Kunst als identitätsstiftendes Moment im öffentlichen Bauen“. Sie sieht Kunst im öffentlichen Bau als große Verantwortung, aber auch als ideale Verbindung: „Behörden, Gerichte, Universitäten sind Orte der Begegnung, des Dialogs und auch der Auseinandersetzung. Wo kann Kunst besser ihre Aufgabe erfüllen, wo ist Kunst wichtiger als hier? Gerade im Kontext eines öffentlichen Gebäudes dient Kunst als konstruktive Auseinandersetzung mit den Menschen, die diesen Ort jeden Tag aus ganz unterschiedlichen Gründen aufsuchen.“

Kunst-und-Bau-Projekte gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Landeshauptstadt Düsseldorf, in der sich viele Behörden und Einrichtungen befinden. Aber auch in kleineren Städten wurden Kunst-und-Bau-Objekte im Kontext von Neu- und Umbauten realisiert. Viele der Kunst-und-Bau-Objekte sind öffentlich zugänglich.

„Zusätzlich möchte die Publikation die Leser dazu einladen, Kunst im Zusammenspiel mit Architektur vor Ort zu erleben“, erläutert Peter Köddermann. Arbeiten wie Katja Strunz’ Wandrelief an der RWTH Aachen oder die Magistrale von Peter Kogler im Landes-kriminalamt in Düsseldorf lassen sich nur in Gänze erfahren, wenn sich Betrachter durch den Raum bewegen. „Ohne Kunst kein Bau“ ermöglicht außerdem einen Blick auf Arbeiten, die sonst nur dem eingeschränkten Nutzerkreis eines Gebäudes zugänglich sind, etwa die „DIEDRITTEDIMENSION“ von Markus Linnenbrink in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf.

Das Buch ist kostenlos bei Baukultur Nordrhein-Westfalen zu bestellen.

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Timo Klippstein

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