Das Haus Blau von BeL Sozietät für Architektur in Köln-Hürth. Foto: Veit Landwehr

Wohnen einmal anders! – Familienwohnen

Je lebendiger und nachhaltiger unsere gebaute Umwelt gestaltet ist, desto wohler fühlen wir uns in ihr. Die Ausstellung „Wohnen einmal anders!" stellt – jetzt auch digital – vorbildliche und qualitätsvoll realisierte Wohnprojekte aus dem Inland und Ausland vor.

Wohnen einmal anders!
Neue Wohnkonzepte für vielfältige Lebensmodelle

Je lebendiger und nachhaltiger unsere gebaute Umwelt gestaltet ist, desto wohler fühlen wir uns in ihr. Je gemischter und vielfältiger das Angebot an Nutzungen und Einrichtungen ist, desto höher ist unsere Zufriedenheit mit dem Alltagsleben - in der Stadt wie auf dem Land. Somit verknüpfen sich Ansprüche an die Lebensqualität mit Fragen nach dem genauen Mix von Nutzungen und Funktionen, der uns an unserem Wohnort umgibt, bis hin zu den konkreten räumlichen Anforderungen, die an ebenso konkrete bauliche Qualitäten gebunden sind. Während Immobilienportale gerne ihre Nutzer fragen: „Haus, Etagen-Wohnung oder Loft? Penthouse oder Maisonette?“ stellen wir die Frage nach Räumen für unterschiedliche, flexible individuelle Nutzungen. Wir möchten primär die Vielfalt des Wohnens abbilden.

Die Auswahl der Projekte zeigt in thematischen Ansätzen pointiert, wie zeitgenössische Wohnkonzepte unser Leben bereichern können – strukturiert nach Lebensphasen und den hierfür erwartbaren Wohnangeboten und denkbaren architektonischen Gestaltungsansätzen. Alle vorgestellten Projekte sind dem Anspruch eines leistbaren Wohnens verpflichtet. Es werden also keine luxuriösen Lösungen gezeigt, die ästhetisch vollkommen sein mögen, aber nur für eine sehr kleine Minderheit überhaupt erschwinglich sind.

HIER WIRD GEWOHNT, GELEBT, GEARBEITET.

Baukultur NRW stellt hier vorbildliche und qualitätsvoll realisierte Wohnprojekte aus dem Inland und benachbarten Ausland vor, die die Vielfalt des Wohnens abbilden. Die Auswahl der Projekte veranschaulicht, wie zei genössische Wohnkonzepte unser Leben bereichern können. Im Idealfall dienen die gezeigten Beispiele als auch eine Anregung für zukünftige Auslobungen, Ausschreibungen oder Auftragsvergaben, um Nutzungskonzepte und gestalterische Zielsetzungen konkret zu formulieren.

AUFTAKT ZU DEN KAPITELN

HIER WIRD GEWOHNT, GELEBT, GEARBEITET.

In 6 Kapiteln stellen wir vorbildliche und qualitätsvoll realisierte Wohnprojekte vor, die zeigen, wie eine sich verändernde Gesellschaft nach neuen Wohnkonzepten verlangt, die unser Leben bereichern.

  1. Familienwohnen (hier auch Ausbauhaus und Alt/Neu)
  2. Generationenwohnen
  3. Landwohnen
  4. Im Quartier
  5. Wohnen und Arbeiten
  6. Wohnen in Gemeinschaft (mit Genossenschaft)

Familienwohnen

In Deutschland gehört das Eigenheimes zu den größten Wünschen, die sich eine Familie erfüllen möchte. Das freistehende Einfamilienhaus mit Garten ist insbesondere für junge Familien eine beliebte Form des Zuhauses, da es eine größ mögliche Individualität zulässt. Aber auch das Reihenhaus oder das Doppelhaus erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Vor dem Hintergrund immer knapper werdender Flächen- und Materialressourcen ist auch das Einfamilienhaus dabei durchaus neu zu denken – städtebaulich eingebunden in einen städtebaulichen Gesamtplan und bautechnisch ökologisch neue Möglichkeiten ausschöpfend und die auch die alte Bausubstanz in den Blick nehmend.

#1 Alt und Neu  

Alte Bausubstanz ist identitätsstiftend. Vertraute Häuser verleihen einem Ort seinen unverwechselbaren Charakter und seine räumliche Struktur. Darüberhinaus hat die Nutzung alter Bausubstanz auch große ökologische Vorteile. Alten Häusern ein zweites Leben zu schenken, indem man sie um- und weiterbaut, ist also in vielerlei Hinsicht eine gute Idee. So entstand auch das HAUS BLAU. Architektur: BeL Sozietät für Architektur. Foto: Veit Landwehr
Alte Bausubstanz ist identitätsstiftend. Vertraute Häuser verleihen einem Ort seinen unverwechselbaren Charakter und seine räumliche Struktur. Darüberhinaus hat die Nutzung alter Bausubstanz auch große ökologische Vorteile. Alten Häusern ein zweites Leben zu schenken, indem man sie um- und weiterbaut, ist also in vielerlei Hinsicht eine gute Idee. So entstand auch das HAUS BLAU. Architektur: BeL Sozietät für Architektur. Foto: Veit Landwehr
Nach umfangreichen Analysen entschied man sich für Umbau und Erweiterung des vorhandenen Hauses. Das in seinem Umgang mit den historischen Vorbildern, dem Außenraumbezug und der Raumqualität undeutliche Kleinbürgerhaus wird zu seinen klassischen Ursprüngen zurückgeführt. Die tragenden Wände des Bestandes bleiben dabei als Rohbau erhalten, während auf den drei Etagen unterschiedliche Raumkonzepte in die vorhandene Struktur eingeschrieben werden. Architektur: BeL Sozietät für Architektur. Foto: Veit Landwehr
Nach umfangreichen Analysen entschied man sich für Umbau und Erweiterung des vorhandenen Hauses. Das in seinem Umgang mit den historischen Vorbildern, dem Außenraumbezug und der Raumqualität undeutliche Kleinbürgerhaus wird zu seinen klassischen Ursprüngen zurückgeführt. Die tragenden Wände des Bestandes bleiben dabei als Rohbau erhalten, während auf den drei Etagen unterschiedliche Raumkonzepte in die vorhandene Struktur eingeschrieben werden. Architektur: BeL Sozietät für Architektur. Foto: Veit Landwehr
Das kleine Haus bleibt ein kleines Haus. Es ist in der Länge um 2,20m und in der Fläche von 118qm auf 152qm gewachsen. Die Erweiterung steht auf den Fundamenten der Bestandsterrasse und ist als leichter Stahlbau mit Holzausfachung ausgeführt. Das neue Sparrendach verbindet beide Teile des Hauses. Wie die Außenwände ist es gedämmt und birgt eine vorgerüstete Ausbaureserve von 37qm für kommende Veränderungen. Die verputzte, blau gefasste Fassade verbindet Erweiterungsgrund Bestand miteinander, und doch bleibt beides durch die unterschiedliche Konstruktion voneinander differenzierbar. Architektur: BeL Sozietät für Architektur. Foto: Veit Landwehr
Das kleine Haus bleibt ein kleines Haus. Es ist in der Länge um 2,20m und in der Fläche von 118qm auf 152qm gewachsen. Die Erweiterung steht auf den Fundamenten der Bestandsterrasse und ist als leichter Stahlbau mit Holzausfachung ausgeführt. Das neue Sparrendach verbindet beide Teile des Hauses. Wie die Außenwände ist es gedämmt und birgt eine vorgerüstete Ausbaureserve von 37qm für kommende Veränderungen. Die verputzte, blau gefasste Fassade verbindet Erweiterungsgrund Bestand miteinander, und doch bleibt beides durch die unterschiedliche Konstruktion voneinander differenzierbar. Architektur: BeL Sozietät für Architektur. Foto: Veit Landwehr

Projektname: Kleines Haus (Blau)
Standort: Köln-Hürth
Architektur: BeL Sozietät für Architektur, Köln
Fertigstellung: 2012
Bauherr: Familie mit Kindern
Wohnfläche: 152 qm

#2 Der Traum vom Haus

MARIENHOF LEUTKIRCH Sechs Familien erwarben von der Stadt Leutkirch den nicht mehr bewirtschafteten Marienhof in Ortsrandlage. Unter Beibehaltung des alten Stallgebäudes wurde ein gemeinschaftliches Wohnbauprojekt inklusive der Erschließung und Parzellierung des Grundstückes umgesetzt. Oberstes Ziel war es dabei, eine gemeinsam getragene Gestaltung der Wohnanlage zu finden bis hin zu den Außenanlagen. Architektur: GMS ARCHITEKTEN. Foto: Martin Rudau
MARIENHOF LEUTKIRCH Sechs Familien erwarben von der Stadt Leutkirch den nicht mehr bewirtschafteten Marienhof in Ortsrandlage. Unter Beibehaltung des alten Stallgebäudes wurde ein gemeinschaftliches Wohnbauprojekt inklusive der Erschließung und Parzellierung des Grundstückes umgesetzt. Oberstes Ziel war es dabei, eine gemeinsam getragene Gestaltung der Wohnanlage zu finden bis hin zu den Außenanlagen. Architektur: GMS ARCHITEKTEN. Foto: Martin Rudau
Um den Hofbrunnen als zentralem, gemeinschaftlichen Treffpunkt ist eine funktionierende Nachbarschaft der Marienhöfler entstanden. Der ländliche Ort wurde in der neuen Wohnnutzung bewahrt. Architektur: GMS ARCHITEKTEN. Foto: Martin Rudau
Um den Hofbrunnen als zentralem, gemeinschaftlichen Treffpunkt ist eine funktionierende Nachbarschaft der Marienhöfler entstanden. Der ländliche Ort wurde in der neuen Wohnnutzung bewahrt. Architektur: GMS ARCHITEKTEN. Foto: Martin Rudau
Architektur: GMS ARCHITEKTEN. Foto: Martin Rudau
Architektur: GMS ARCHITEKTEN. Foto: Martin Rudau

Projektname: Marienhof Leutkirch
Standort: Leutkirch im Allgäu
Architektur: GMS Architekten, Isny im Allgäu
Fertigstellung: 2016
Bauherr: Bauherrengemeinschaft
Wohnfläche: 1355 qm

Open-Air-Ausstellung jetzt online!

Die vorgestellten Wohnkonzepte sind Teil der von Baukultur Nordrhein-Westfalen entwickelten Open-Air-Ausstellung Wohnen einmal anders! NEUE WOHNKONZEPTE FÜR VIELFÄLTIGE LEBENSMODELLE, die von September bis Oktober 2021 in Bielefeld gezeigt wurde.

Ihre Ansprechpartnerin für diesen Bereich

Dr. Karen Jung

Dr. Karen Jung
Projektleitung Regionale Wohnkultur in Nordrhein-Westfalen

T 0209 402 441-24
F 0209 402 441-11
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