Sozialer Wohnungsbau in Plainfaing, Vosges, Frankreich. Foto: Thomas Devard

Wohnen einmal anders! – Landwohnen

Je lebendiger und nachhaltiger unsere gebaute Umwelt gestaltet ist, desto wohler fühlen wir uns in ihr. Die Ausstellung „Wohnen einmal anders!" stellt – jetzt auch digital – vorbildliche und qualitätsvoll realisierte Wohnprojekte aus dem Inland und Ausland vor.

Wohnen einmal anders!
Blog-Serie zu neuen Wohnkonzepten für vielfältige Lebensmodelle

Baukultur Nordrhein-Westfalen stellt in sechs Blog-Beiträgen vorbildliche und qualitätsvoll realisierte Wohnprojekte aus dem Inland und benachbarten Ausland vor. Die ausgewählten Projekte sind Teil der von Baukultur Nordrhein-Westfalen entwickelten Open-Air-Ausstellung „Wohnen einmal anders! NEUE WOHNKONZEPTE FÜR VIELFÄLTIGE LEBENSMODELLE“, die wir 2021 in der Innenstadt von Bielefeld gezeigt haben.

Landwohnen

Das Landleben spiegelt die Lebenswirklichkeit eines Großteils der Bevölkerung wider. Fast jeder dritte Bundesbürger lebt in einer Kleinstadt, weitere 15 % der Bevölkerung leben „auf dem Dorfe“. Zusammen beansprucht der ländliche Lebensraum etwa 82 % der Fläche Deutschlands. Wie wohnt, lebt und arbeitet aber man auf dem Land im 21. Jahrhundert? Was ist das Potential eines Lebens- und Wirtschaftsraumes, der infolge der starken Fokussierung auf die Metropolen in den letzten Jahrzehnten weniger Aufmerksamkeit in der Planung erfahren hat? Wie sehen neue Ideen für ein Wohnen und Arbeiten auf dem Land aus? Den ländlichen Raum in den Blick zu nehmen und ihm eine Perspektive zu geben, ist eine der wesentlichen Aufgaben in der Stadt- und Raumentwicklung der nächsten Jahrzehnte in Deutschland.

#1 Haselnusshof Stiegler

Die nahezu komplett abgebrannte Dreiseit-Hofstelle, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreichte, sollte
wiederaufgebaut und dabei eine neue wirtschaftliche Ausrichtung erfahren. Für Ackerbau und Viehzucht
sollten Gebäude für eine Haselnuss-Bewirtschaftung entstehen sowie für die drei Generationen der Familie ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten. Foto: Wolfram Reuter
Die nahezu komplett abgebrannte Dreiseit-Hofstelle, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreichte, sollte wiederaufgebaut und dabei eine neue wirtschaftliche Ausrichtung erfahren. Für Ackerbau und Viehzucht sollten Gebäude für eine Haselnuss-Bewirtschaftung entstehen sowie für die drei Generationen der Familie ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten. Foto: Wolfram Reuter
Der Hof trägt zum Erhalt der traditionellen mittelfränkischen Dorfstruktur bei, die durch enge Giebelbauten mit knappen Dachüberständen und eine karge Bauweise mit regionalen Materialien geprägt ist. Entsprechend kamen heimische Fichten- und Kiefernhölzern aus benachbarten Wäldern zum Einsatz. Auch Tonziegel der ehemaligen Dächer wurden in die klassische Biberschwanz-Doppeldeckung der steilen Dachlandschaft integriert. Foto: Wolfram Reuter
Der Hof trägt zum Erhalt der traditionellen mittelfränkischen Dorfstruktur bei, die durch enge Giebelbauten mit knappen Dachüberständen und eine karge Bauweise mit regionalen Materialien geprägt ist. Entsprechend kamen heimische Fichten- und Kiefernhölzern aus benachbarten Wäldern zum Einsatz. Auch Tonziegel der ehemaligen Dächer wurden in die klassische Biberschwanz-Doppeldeckung der steilen Dachlandschaft integriert. Foto: Wolfram Reuter

Projektname: Haselnusshof Stiegler
Standort: Gonnersdorf (Mittelfranken)
Architektur: dürschinger architekten, Fürth
Fertigstellung: 2018
Bauherr: FrankenGeNuss GmbH und Co.KG, Familie Stiegler
Wohnfläche: 150 qm, Gewerbefläche: ca. 400 qm

#2 Sozialer Wohnungsbau

Le Toit Vosgien ist eine soziale Wohnbaugesellschaft in den französischen Vogesen, die sich seit 20 Jahren drei ehrgeizigen Zielen verschreibt: einkommensschwachen Familien Wohnraum mit minimalen Kosten zu bieten, die
Entwicklung der lokalen Holzindustrie zu unterstützen und ökologisch nachhaltige und biologisch abbaubare Baumaterialien zu entwickeln. Foto: Thomas Devard
Le Toit Vosgien ist eine soziale Wohnbaugesellschaft in den französischen Vogesen, die sich seit 20 Jahren drei ehrgeizigen Zielen verschreibt: einkommensschwachen Familien Wohnraum mit minimalen Kosten zu bieten, die Entwicklung der lokalen Holzindustrie zu unterstützen und ökologisch nachhaltige und biologisch abbaubare Baumaterialien zu entwickeln. Foto: Thomas Devard
Die vier Wohneinheiten werden wie bei den Vogesenhöfen über einen zentralen Laubengang erschlossen, zur anderen Seite erstrecken sich Terrassen und Balkons. Ein kleines separates Gebäude dient als Unterstand für Autos,
Fahrräder und Brennholz. Foto: Thomas Devard
Die vier Wohneinheiten werden wie bei den Vogesenhöfen über einen zentralen Laubengang erschlossen, zur anderen Seite erstrecken sich Terrassen und Balkons. Ein kleines separates Gebäude dient als Unterstand für Autos, Fahrräder und Brennholz. Foto: Thomas Devard

Projektname: Sozialer Wohnungsbau
Standort: Plainfaing, Vosges, Frankreich
Architektur:
ASP architecture, Saint-Dié-des-Vosges
Fertigstellung: 2018
Bauherr: Le Toit Vosgien
Wohnfläche: 278 qm

Open-Air-Ausstellung jetzt online!

Die vorgestellten Wohnkonzepte sind Teil der von Baukultur Nordrhein-Westfalen entwickelten Open-Air-Ausstellung Wohnen einmal anders! NEUE WOHNKONZEPTE FÜR VIELFÄLTIGE LEBENSMODELLE, die von September bis Oktober 2021 in Bielefeld gezeigt wurde.

Ihre Ansprechpartnerin für diesen Bereich

Dr. Karen Jung

Dr. Karen Jung
Projektleitung Regionale Wohnkultur in Nordrhein-Westfalen

T 0209 402 441-24
F 0209 402 441-11
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