Wie können Architektur und Stadtplanung gemeinschaftliche Prozesse unterstützen und neue Formen des kollektiven Lebens ermöglichen? Dieser Frage widmet sich der zweite Band der Publikationsreihe „New Tools“. „Architectural Discourses on Commoning“ versammelt Beiträge von Autor*innen aus Architektur, Planung sowie verwandten Disziplinen und beleuchtet aktuelle Ansätze des gemeinschaftsorientierten Planens und Gestaltens.
Im Mittelpunkt stehen Fragen von Vielfalt und Inklusion, die politischen Dimensionen der Flächennutzung sowie eine Ethik der Fürsorge im Umgang mit der bestehenden gebauten Umwelt. Die Beiträge zeigen unterschiedliche Wege auf, wie Architektur und Stadtplanung Partizipation ermöglichen, Solidarität fördern und gemeinschaftliche Formen der Raumproduktion unterstützen können.

In „Imperfect Assemblies: On Embedded Civic Practices, Trust, Democratic Repair, and New Institutions“ untersuchen Markus Miessen und César Reyes Nájera Versammlungsräume und eingebettete zivilgesellschaftliche Praktiken als Ausgangspunkte für demokratische Prozesse. Jesko Fezer beschreibt in „Partisan Design for, with, and against Communities“ verschiedene gemeinschaftsbasierte Modelle der Planungsberatung. Susanne Eliasson widmet sich in „Welcome to the Garden Metropolis“ dem Projekt „Hameau de Séléné“ und seinen gemeinschaftlich genutzten Gärten und Übergangsräumen.
Mit unterschiedlichen Perspektiven verbindet der zweite Band damit theoretische Überlegungen und konkrete Erfahrungen aus der räumlichen Praxis [könnte auch wegfallen]. „New Tools“ fragt danach, welche Werkzeuge und Denkweisen Architektur und Planung angesichts gesellschaftlicher Veränderungen benötigen – und welchen Beitrag sie zu einer gemeinschaftlich getragenen Gestaltung der gebauten Umwelt leisten können.
Herausgegeben von Adria Daraban und Frédéric Schnee, englisch, 144 Seiten, 108 × 178 mm, Ruby Press, Berlin, 2026, 18 Euro, ISBN: 978-3-944074-65-8. Gestaltung: Something Fantastic, Berlin.
