Dezentrale Organisation – eine Chance für leer stehende Flächen

Wie bringt man Nutzungen mit großem Flächenbedarf und kleinteilige städtische Strukturen zusammen? Ein Hotelkonzept aus Italien macht deutlich, wie das gehen kann.

Grundidee des albergo diffuso (oder auch des verstreuten Hotels): Leerstehende Wohnungen in aussterbenden Dörfern werden saniert und in ein dezentral geführtes Hotel integriert. Die sanierten Wohnungen gruppieren sich um eine zentrale Rezeption, von der aus die Vermietung von einem Manager organisiert und koordiniert wird. Das Hotel wird also räumlich horizontal und nicht wie üblich vertikal gedacht. Dieses Prinzip kann auch Anregungen für andere Nutzungsformen geben – etwa für Unternehmen der urbanen Produktion. Hier haben sich durch neue technische Entwicklungen Möglichkeiten für das Herstellen von Gütern auch im innerstädtischen Bereich dar. Große zusammenhängende Flächen spielen dabei oft eine kleinere Rolle als bei herkömmlicher Produktion – so können auch kleinere leerstehende Flächen nutzbar gemacht werden. Die Umsetzung solcher dezentraler Konzepte funktioniert sowohl über Investoren, die Großteile der Bebauung aufkaufen, als auch über den Bottom up -Gedanken, bei dem sich viele kleine Besitzer zusammenschließen und mit einem genossenschaftlichen Modell arbeiten.

Weitere Informationen gibt es unter: www.salto.bz

Ein BBC-Bericht (englisch) zum Schweizer Dorf Corippo gibt es unter www.bbc.com, sowie ein weiteres Beispiel unter www.pixelhotel.at.

Ihr Ansprechpartner für diesen Bereich

Peter Köddermann

Peter Köddermann
Geschäftsführung Programm

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