Smart Cities - Algorithmisierung des Stadtraums?

Taxibots, Liefer- und Müllroboter, intelligente Stadtmöbel, Gebäude aus dem 3D-Drucker. Was zunächst nach innovativer Stadtplanung klingt, wirft schnell die Frage auf: Wie menschlich und urban werden unsere Städte zukünftig noch sein?

Laut einer Studie wächst der Markt für Smart Cities jährlich um 19 Prozent und soll 2020 bereits ein Volumen von 800 Milliarden US-Dollar (650 Milliarden Euro) erreichen. Auch Städte in Nordrhein-Westfalen wie Duisburg und Bonn haben bereits Kooperationen mit Telekommunikationsfirmen unterzeichnet, um ihre Städte zu einer Smart City auszubauen. Was sich in diesen Fällen zunächst auf den Ausbau des WLAN-Netzes, intelligente Klassenzimmer und intelligentes Verkehrsmanagement beschränkt, geht in anderen Fällen bei weitem darüber hinaus. Denn die intelligente Stadtentwicklung rückt auch immer mehr ins Visier von großen Technologie-Konzernen wie Google oder Microsoft, die mit ihren Zukunftsvisionen nun auch die Städte ein Stück weit smarter machen wollen. Berechtigt ist da die Frage nach Datenschutz, da nicht selten von einer Art Überwachung die Rede ist. Sei es durch mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Kameras, die den Verkehrsfluss beobachten oder durch die Überwachung von Aktivitäten wie Taxifahrten, Restaurantbesuchen oder Fußgängerwegübertritten, um Regelmäßigkeiten abzuleiten und Berechnungsgrundlagen zu schaffen. Vordergründig geht es dabei um Optimierung, aber Datenschutz und stadtpolitische und soziale Themen wie Integration, Obdachlosigkeit, Gentrifizierung und Ungleichheit sucht man in diesen Visionen vergeblich. Denn das Smartphone ist dabei die Eintrittskarte, um Teil einer smarten Stadt zu sein und der Bürger ein lebendiges Datenpaket in einer algorithmisierten berechenbaren Modellstadt.

Dass digitale Tools durchaus Möglichkeiten bieten, um Daten unmittelbar mit den Bewohnern seiner Stadt, anstatt mit Datenanalysten zu teilen, zeigt beispielsweise die App Hush City. Sie sammelt Daten für eine Landkarte ruhiger Orte. Jeder kann Orte verzeichnen und dazu ­beitragen die Stadt aus Bürgersicht erlebbar zu machen. Auch Apps für Kinder, wie die App #stadtsache, bieten bereits ein digitales Stadterkundungs-Tool.

Einen ausführlichen und kritischen Einblick in verschiedene Visionen von Smart Cities gibt es auf: www.zeit.de

Eine Auswahl an (Fach-)Literatur zur Zukunft unserer Städte:

Ihr Ansprechpartner für diesen Bereich

Peter Köddermann

Peter Köddermann
Geschäftsführung Programm

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