Collage: Theo Deutinger

Ruhrmoderne – Kick-off

Seit 2016 arbeitet Ruhrmoderne an kommunikativen und planerischen Strategien für den Weiterbau, die Nutzung und die Neuprogrammierung der Nachkriegsmoderne. Die Mitglieder der Initiative kommen aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Baugeschichte, Denkmalpflege und Kunst. Unterstützt werden sie von vielen Partnern in der Region.

Das Ruhrgebiet ist eine Schatzkammer der Nachkriegsmoderne. Zur Zeit des Deutschen Wirtschaftswunders erreichte der Bergbau im Ruhrgebiet den bis dahin unbeachteten Norden und löste dort einen fulminanten Modernisierungsschub aus, resultierend in Meisterwerken moderner Architektur von Hans Scharoun, van den Broek & Bakema und Alvar Aalto. Die Euphorie im Norden des Ruhrgebiets fand nach knapp zwei Jahrzehnten ein jähes Ende in der Ölkrise. Seitdem ist wenig bis nichts passiert.

Die Zukunft der Ruhrmoderne tritt gerade jetzt in den Vordergrund, da viele Gebäude dieses Booms funktional und strukturell an ihrem Ende sind. Ein Abbruch erscheint oft unausweichlich. Im Gegensatz zum industriellen Erbe stehen die modernen Gebäude meist im Zentrum der Stadt und mit ihren Funktionen in der Mitte der Gesellschaft. Die Herausforderung besteht darin, das Vorhandene aktiv für die zukünftige Entwicklung einzusetzen. Dies erfordert einen Mentalitätswandel bei den Menschen, aber auch bei den Planern. Die Initiative Ruhrmoderne will durch Sensibilisierung und Thematisierung einen Beitrag dazu leisten, das zum Teil problematische Erbe der Nachkriegsmoderne im Sinne einer funktionalen, lebenswerten und nachhaltigen Stadt weiter zu entwickeln.

Zum Projektauftakt fanden ein dreitägiges Expertentreffen in Marl und eine Exkursion durch das nördliche Ruhrgebiet statt, an denen junge und innovative Architekten, Künstler und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen, Vertreter der Regional- und Landschaftsverbände sowie der Kommunen im Ruhrgebiet teilnahmen. Weitere Workshops fanden in Herten und Herne statt.

Langfristiges Ziel der gemeinsamen Initiative sind eine Inventarisierung und Bewertung der umfassenden baulichen Bestände sowie die Entwicklung von Ideen für Erhalt, Umbau und Neunutzung. Dabei soll es vor allem auch darum gehen, ein breites Bewusstsein für die herausragenden architektonischen und städtebaulichen Qualitäten der Ruhrmoderne zu schaffen.

Zu den Mitgliedern der Initiative Ruhrmoderne zählten neben Initiator Theo Deutinger (Architekt, Amsterdam) u. a.: Alexandra Apfelbaum (TU Dortmund), Lisa Deipenbrock (TD architects), Georg Elben (Skulpturenmuseum Glaskasten Marl), Pia Janssen (Künstlerin, Köln), Martin Kaltwasser (Künstler, Berlin/Marl), Jan Kampshoff (Architekt, modulorbeat, Münster), Christine Kämmerer (StadtBauKultur NRW), Carsten Müller (Bauhaus-Universität Weimar), Tim Rieniets (StadtBauKultur NRW), Yasemin Utku (TU Dortmund).

Ihr Ansprechpartner für diesen Bereich

Peter Köddermann

Peter Köddermann
Geschäftsführung Programm

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