Mitglied des aktuellen Vorstands von Baukultur NRW: Sandra Altmann, Vorständin der Wohnstätte Krefeld AG.
Mitglied des aktuellen Vorstands von Baukultur NRW: Sandra Altmann, Vorständin der Wohnstätte Krefeld AG. Foto: Sebastian Becker

3 Fragen an ...
Sandra Altmann

Sandra Altmann ist Vorständin der Wohnstätte Krefeld AG und seit November 2025 Teil des neu gewählten Vereinsvorstandes von Baukultur NRW. Im Interview spricht sie über ihre Perspektive auf Baukultur, den Umbau von Wohnungsbeständen sowie ihre Erwartungen an die gemeinsame Arbeit im Vorstand.

In einer Serie von Interviews kommen die aktuellen Mitglieder des Vereinsvorstandes von Baukultur NRW zu Wort und sprechen über ihre Vorstellungen von Baukultur, wichtige Zukunftsthemen und die Zusammenarbeit im Vorstand. Diesmal im Gespräch: Sandra Altmann, Vorständin der Wohnstätte Krefeld AG.

Frau Altmann, was bedeutet Baukultur für Sie heute?

Sandra Altmann: Baukultur beschreibt für mich die Gestaltung unserer gebauten Umwelt. Im Kern geht es um die Qualität des gesamten Lebensraums, von Gebäuden über Infrastruktur bis hin zur Landschaft. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt beim sozial orientierten Wohnen. Gerade weil Wohnen jeden Menschen betrifft, spielt es in baukulturellen Fragestellungen eine zentrale Rolle. Baukultur entscheidet letztlich darüber, wie wir leben und wie wir uns in unseren Städten und Quartieren zuhause fühlen.

Bauen im Bestand, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung prägen derzeit viele Debatten zur Baukultur. Welche weiteren Themen sind aus Ihrer Sicht entscheidend?

Altmann: Im Moment steht für mich das Bauen im Bestand und damit die Transformation unserer Wohnungsbestände im Vordergrund. Die Klimaziele spielen dabei eine immer größere Rolle. Ich wünsche mir, dass wir es schaffen, die Umwelt zu schützen – allerdings mit Maßnahmen mit Augenmaß. Hohe Energieeffizienzstandards sind kein Allheilmittel für den Klimawandel. In diesem Transformationsprozess dürfen wir andere Themen nicht aus dem Blick verlieren, wie etwa den Abbau von Barrieren angesichts der demografischen Entwicklung.

Was ist Ihnen für die gemeinsame Arbeit im Vorstand von Baukultur NRW besonders wichtig?

Altmann: Wir Vorstandsmitglieder haben sehr unterschiedliche berufliche Hintergründe und bringen dadurch vielfältige Perspektiven in unsere gemeinsame Arbeit ein. Dieser interdisziplinäre und wertschätzende Austausch ist etwas, worauf ich mich besonders freue. Meine ehrenamtliche Tätigkeit als Vorstandsmitglied empfinde ich als Bereicherung – fachlich ebenso wie persönlich.

 

Zur Person

Sandra Altmann ist Vorständin der Wohnstätte Krefeld AG, einem kommunalen Wohnungsunternehmen mit rund 9.000 Wohnungen, und verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Wohnungswirtschaft. Sie verantwortet die Unternehmensbereiche Rechnungswesen und Finanzen, Nachhaltigkeit, Portfoliomanagement, Personal und Kommunikation. Als Führungskraft verbindet sie fachliche Expertise mit Haltung, Empathie und Verantwortungsbewusstsein. Neben ihrem Engagement bei Baukultur NRW ist sie Dozentin an der EBZ Akademie in Bochum.

Redaktion: Timo Klippstein

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