Die Ausstellung „Harald Deilmann - Lebendige Architektur“ im Baukunstarchiv NRW. Foto: Detlef Podehl

Harald Deilmann-Ausstellung im Baukunstarchiv NRW eröffnet

Gestern Abend, 26.8.2021, ist die Ausstellung „Harald Deilmann - Lebendige Architektur“ im Baukunstarchiv NRW in Dortmund eröffnet worden. Eine Kooperation des Baukunstarchivs NRW, dem Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen und der TU Dortmund.

Mit „Harald Deilmann - Lebendige Architektur“ im Baukunstarchiv NRW wird das umfangreiche architektonische Lebenswerk von Harald Deilmann erstmals einer breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung vorgestellt.

Der Münsteraner Architekt Harald Deilmann (1920 – 2008) prägte mit seinen Bauten die Nachkriegsarchitektur in Deutschland, besonders der 1960er und -70er Jahre. „Harald Deilmann brachte internationale Entwicklungen sehr früh nach Deutschland“, erläutert Stefan Rethfeld, Kurator der Ausstellung.

„Ob Wohn-, Arbeits- oder Bildungsfragen - viele Deilmann-Ideen der 1960er und 1970er-Jahre sind heute wieder aktuell.“
Stefan Rethfeld, Kurator

Der Kurator der Harald-Deilmann-Ausstellung: Stefan Retfeld. Foto: Detlef Podehl
Der Kurator der Harald-Deilmann-Ausstellung: Stefan Retfeld. Foto: Detlef Podehl

Aus Anlass seines 100. Geburtstags widmen ihm das Baukunstarchiv NRW und das Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung der LWL-Kulturstiftung, der Andreas Deilmann Familienstiftung, der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und der Technischen Universität Dortmund eine besondere Werkschau: „Harald Deilmann – Lebendige Architektur“.

Gegliedert nach Bauaufgaben, stellt die Ausstellung zentrale Projekte vor, die in szenografisch entwickelten Rahmenbauten präsentiert werden. Daraus ergibt sich in ihrer Gesamtheit eine lebendige „Deilmann-City“, die beim Besuch durchlaufen werden kann. 

Foto: Detlef Podehl
Foto: Detlef Podehl

Ein biografischer Teil würdigt die Person Harald Deilmann und veranschaulicht die Lebensstationen mit persönlichen Dokumenten und Gegenständen aus dem Nachlass. Thematisiert wird auch die Frage nach dem heutigen Umgang mit seinem Werk: Einzelne Deilmann-Bauten stehen bereits unter Denkmal-schutz oder werden saniert; andere wurden abgerissen; wieder andere harren noch ihrer Wiederentde-ckung.

Zu den bekanntesten Bauwerken von Deilmann zählen das Stadttheater Münster (1956, mit M. von Hausen, O. Rave und W. Ruhnau), die Kurklinik Bad Salzuflen (1957), die WestLotto-Bauten in Müns-ter (1960, 1978), das Clemens-Sels-Museum Neuss (1975); außerdem die markanten Bauten der Westdeutschen Landesbank in Münster (1975), Dortmund (1978), Luxemburg (1978) und Düsseldorf (1982) sowie der Rheinturm in Düsseldorf (1982).

Vernissage am Abend des 26. August in Dortmund mit (v. l.): Stefan Rethfeld ((Kurator), Ernst Uhing (Präsident AKNW), Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund, wiss. Leiter Baukunstarchiv NRW), Ina Scharrenbach (NRW-Bauministerin), Prof. Dr. Gerhard Schembecker (Prorektor TU Dortmund), Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (Kulturdezernentin LWL), Dr. Ursula Kleefisch-Jobst (Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen), Peter Köddermann (Baukultur Nordrhein-Westfalen) und Andreas Deilmann (Architekt, Harald Deilmann Familienstiftung). Foto: Detlef Podehl
Vernissage am Abend des 26. August in Dortmund mit (v. l.): Stefan Rethfeld ((Kurator), Ernst Uhing (Präsident AKNW), Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund, wiss. Leiter Baukunstarchiv NRW), Ina Scharrenbach (NRW-Bauministerin), Prof. Dr. Gerhard Schembecker (Prorektor TU Dortmund), Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (Kulturdezernentin LWL), Dr. Ursula Kleefisch-Jobst (Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen), Peter Köddermann (Baukultur Nordrhein-Westfalen) und Andreas Deilmann (Architekt, Harald Deilmann Familienstiftung). Foto: Detlef Podehl

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen betonte: „Diese Ausstellung kommt zur rechten Zeit, denn wir müssen uns gegenwärtig intensiv mit den Bauwerken der Nachkriegsarchitektur auseinandersetzen."

 

„Harald Deilmann – Lebendige Architektur“

Laufzeit: 27.8. – 7.11.2021

Ausstellungsort: Baukunstarchiv NRW, Ostwall 7, 44135 Dortmund

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So jeweils 14:00 – 17:00 Uhr, Do 14:00 – 20:00 Uhr, Mo geschlossen

Ausstellungskonzept: Stefan Rethfeld, Münster; Ursula Kleefisch-Jobst, Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen
Kurator: Stefan Rethfeld, Münster
Projektleitung: Ursula Kleefisch-Jobst, Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen
Ausstellungsinszenierung: Martin Sinken, sinken architekten, Köln
Ausstellungsgrafik: Matthias und Jule Steffen, Kikkerbillen – Büro für Gestaltung, Köln
Produktion und Aufbau Ausstellungsarchitektur: design-bauwerk, Köln

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog in der Reihe „Baukunstarchiv NRW“ im Verlag Kettler, Dortmund, erschienen. Preis: 42,00 Euro.

Ihre Ansprechpartnerin für diesen Bereich

Dr. Ursula Kleefisch-Jobst

Dr. Ursula Kleefisch-Jobst
Generalkuratorin

T 0209 402441-20
F 0209 402441-11
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