Churchill Gardens Estate, Pimlico London, 1978. Foto: John Donat - RIBA Library Photographs Collection

Spielplätze als Designexponat

Sie waren mehr gebaute Form denn Spielgerät und bewusst nicht als klassische Spielzeugwelt konzipiert, doch galten schon schnell als unzeitgemäß: Abstrakte Spielplatzarchitekturen, die zur Nachkriegszeit inmitten der neu entstehenden brutalistischen Wohnsiedlungen gebaut wurden.

Das Royal Institute of British Architects (RIBA) lässt sie in der vom Architekturkollektiv Assemble und Simon Terril aus RIBA-Archivmaterial erarbeiteten Ausstellung „Brutalist Playground“ wieder auferstehen. So soll eine unverfälschte Perspektive auf die grundsätzlichen Ziele und Ideen der damaligen Architekten geboten werden, die neben der breiten Kritik an Konzepten des Nachkriegswohnungsbaus oft völlig in den Hintergrund getreten sind.

Nach mehreren Stationen in Großbritannien wird die Ausstellung jetzt bis zum 16. April 2017 im Vitra Design Museum in Weil am Rhein gezeigt. Nachbauten von vier brutalistischen Spielplätzen sind als vor Ort bespielbare Architekturinstallation aus coloriertem Verbundschaum in Originalgröße erlebbar. Unter dem Thema „Risiko“ wird nicht nur die Formsprache der Moderne und das Thema „Spiel“ als eine im öffentlichen Raum zu planende Aktivität aufgegriffen, sondern auch ein neuer Zugang zur Nachkriegsarchitektur und ihren sozialstaatlichen Hintergründen geschaffen.

Weitere Informationen gibt es auf der Seit des Vitra Design Museums unter www.design-museum.de und auf der Homepage von Assemble.

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Peter Köddermann

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