Das Buch „Schwarzer Rolli, Hornbrille. Plädoyer für einen Wandel in der Planungskultur“ von Architektin und Autorin Karin Hartmann. Foto: Jovis Verlag

Schwarzer Rolli, Hornbrille. Plädoyer für einen Wandel in der Planungskultur

In „Schwarzer Rolli, Hornbrille“ untersucht die Autorin Karin Hartmann, warum viele junge Absolventinnen und Architektinnen aus dem Architekturbetrieb zurückgedrängt werden, welche Wirkung das auf die gebaute Umwelt hat und wie der Beruf diverser werden kann.

In einer amerikanischen Studie war unlängst zu lesen, Sexismus und Rassismus seien in der Architektur so weit verbreitet, dass es diesen Themen gegenüber eine brancheneigene Abneigung gäbe. Wie ist eine solche exkludierende Arbeitskultur entstanden? Obwohl seit kurz nach der Jahrtausendwende auch in Deutschland die Mehrheit der Absolvent*innen weiblich ist, machen es fachkulturelle Weichenstellungen Frauen schwer, in der Architektur zu bleiben. So gehen der Planung viele gut ausgebildete Talente verloren.

Wie gelingt ein Wandel in der Planungskultur?

Im Buch „Schwarzer Rolli, Hornbrille“ von Karin Hartmann werden aus intersektional-feministischer Perspektive die strukturellen Ursachen untersucht, die Frauen – und alle anderen Personen, die keine weißen cis-Männer sind – aus der Branche verdrängen. Wie können Lehre, Fachdiskurs und Selbstverständnis diverser werden? Wo fehlen in der gebauten Umwelt die Erfahrungen einer pluralistischen Gesellschaft? Wie gelingt ein Wandel in der Planungskultur?

Das Buch ist im JOVIS Verlag erschienen. 

Am Donnerstag, 27. Oktober 2022 findet im Foyer des Instituts für Architektur der TU Berlin eine Buchpräsentation statt mit Karin Hartmann statt. Darüber hinaus zu Gast sind Jan Kampshoff, Elke Beyer und weiter Beteiligte der AG zu Diversität und Gleichsstellung am Institut für Architektur. 

Schwarzer Rolli, Hornbrille. Plädoyer für einen Wandel in der Planungskultur

Karin Hartmann, Klappenbroschur. 13 × 20,2 cm, 160 Seiten, 16 farb. und s/w Abb., deutsch, ISBN 978-3-86859-698-4; 24 Euro.

Das Buch wird auch in englischer Sprache erhältlich sein unter dem Titel: Black Turtleneck, Round Glasses. Expanding Planning Culture Perspectives.

Reumannplatz in Wien, auch Reumädchenplatz genannt. Foto: Karin Hartmann
Reumannplatz in Wien, auch Reumädchenplatz genannt. Foto: Karin Hartmann
Absolventinnen im Fach Architektur versus eingetragene Architektinnen 1995 – 2020. Quelle: Bundesarchitektenkammer / Statistisches Bundesamt H201 / Kaufmann / Ihsen / Villa Braslavsky 2018 / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Absolventinnen im Fach Architektur versus eingetragene Architektinnen 1995 – 2020. Quelle: Bundesarchitektenkammer / Statistisches Bundesamt H201 / Kaufmann / Ihsen / Villa Braslavsky 2018 / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Geschlechterbalance in den Architekturbüros des BauNetz-Ranking Top 100 national. Quelle: BauNetz-Ranking Top 100 national Januar 2021 / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Geschlechterbalance in den Architekturbüros des BauNetz-Ranking Top 100 national. Quelle: BauNetz-Ranking Top 100 national Januar 2021 / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Anteil weiblicher Biografien versus Architektinnenbiografien in der Wikipedia Deutschland. Quelle: Wikipedia Deutschland / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Anteil weiblicher Biografien versus Architektinnenbiografien in der Wikipedia Deutschland. Quelle: Wikipedia Deutschland / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Statement Susanne Gross zur Ausstellung „Frau Architekt“ in Nordrhein-Westfalen im November 2020. Foto: Claudia Dreyße
Statement Susanne Gross zur Ausstellung „Frau Architekt“ in Nordrhein-Westfalen im November 2020. Foto: Claudia Dreyße
Professorinnen und Gastprofessorinnen in der Architektur 2005 – 2020. Quelle: Statistisches Bundesamt / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Professorinnen und Gastprofessorinnen in der Architektur 2005 – 2020. Quelle: Statistisches Bundesamt / Auswertung: Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Grundriss des Hauses Marlene Poelzig im Berliner Westend. Quelle: Scan Bauwelt 1930, Nr. 34
Grundriss des Hauses Marlene Poelzig im Berliner Westend. Quelle: Scan Bauwelt 1930, Nr. 34
Die Stadt der Fürsorge – La Ciudad Cuisdadora. Foto: María del Mar Muriel
Die Stadt der Fürsorge – La Ciudad Cuisdadora. Foto: María del Mar Muriel
Ausschnitte aus der Oper A Marvelous Order auf den digitalen Leinwänden am Times Square in New York City. Foto: Ka-Man Tse
Ausschnitte aus der Oper A Marvelous Order auf den digitalen Leinwänden am Times Square in New York City. Foto: Ka-Man Tse
Community Garden in der Alphabet City an der Lower Eastside. Foto: Karin Hartmann
Community Garden in der Alphabet City an der Lower Eastside. Foto: Karin Hartmann
Jane-Jacobs-Weg und Janis-Joplin-Promenade in der Seestadt Aspern in Wien. Foto: Karin Hartmann
Jane-Jacobs-Weg und Janis-Joplin-Promenade in der Seestadt Aspern in Wien. Foto: Karin Hartmann
Der gender-inklusiv gestaltete Reumannplatz in Wien. Foto: Karin Hartmann
Der gender-inklusiv gestaltete Reumannplatz in Wien. Foto: Karin Hartmann
Darstellung von Frauen und Männern mit Anteil von Autorinnen in Architekturfachzeitschriften 2016 und 2021/22. Quelle: Auswertung Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA
Darstellung von Frauen und Männern mit Anteil von Autorinnen in Architekturfachzeitschriften 2016 und 2021/22. Quelle: Auswertung Karin Hartmann / Infografik: PAPINESKA

Zur Autorin

Karin Hartmann ist Architektin BDA a.o. und Autorin. Sie schreibt, spricht und forscht zu Baukultur und intersektionalem Feminismus. Ab 2013 initiierte sie künstlerisch-architektonische Interventionen im Paderborner Stadtraum und schrieb für ihren Blog und Fachmedien. Von 2016 bis 2021 war sie Referentin im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, seit 2021 arbeitet sie freiberuflich und für Baukultur Nordrhein-Westfalen. Karin Hartmann ist die erste Vorsitzende der architektinnen initiative nordrhein-westfalen.

Stimmen zum Buch

„Wir brauchen eine Welt, die allen Lebensperspektiven gerecht wird. Karin Hartmanns Buch ist ein Plädoyer dafür.“
Mareice Kaiser, Autorin

„Ein Buch auf der Höhe der Zeit: Die Herausforderungen des Klimawandels werden wir nur bewältigen können, indem die Architekturbranche diverser wird und mehr Frauen in Entscheidungspositionen kommen.“
Prof. Andrea Klinge, ZRS Architekten

„Ein gefährliches Buch für die Profiteure des Status quo. In der Haltung konsequent und fundiert wie ein brillanter Entwurf, analysiert Karin Hartmann die fade Situation unseres Berufsbildes. Sie zeigt beispielhafte Lösungen und Potenziale einer diverseren Baukultur nächste Generationen auf. Die Lektüre ist eine kluge und inspirierende Schwester für all jene, die das Unbehagen diffus spüren, dass mich schon lange begleitet.“
Wiebke Ahues, Architektin BDA

„Black Turtleneck, Round Glasses is a fresh and touching essay that opens eyes to equality and justice. Karin Hartmann makes visible the new and old claims and proposals that are needed for better architectures and cities for all. Because changing ways of doing is a necessity, feminism is the clue.“
Zaida Muxí Martínez, Professor at ETSAB-UPC Barcelona

„Karin Hartmann’s book Black Turtleneck, Round Glasses is a comprehensive, thorough education of the reader—male or female—about the relentless limitations women experience in the field of architecture even today: be it in their private, family, artistic or professional life. I recommend this book to every architecture student, or aspiring architect; especially to decision makers ranging from the client or academic administrator to the employer.“
Dagmar Richter, Professor at Pratt Institute Brooklyn

Ihre Ansprechpartnerin für diesen Bereich

Karin Hartmann

Karin Hartmann
Projektleitung Baukulturvermittlung

T 0209 402 441-22
F 0209 402441-11
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