Foto: StadtBauKultur NRW.

Wiederbelebung statt Abriss: Haus Reichstein wird zur Schaustelle

Sanierungen von denkmalgeschützten Gebäuden sind aufwendig und bei Eigentümern oft unbeliebt. Die Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen hat sich dennoch dazu entschieden, das leerstehende Haus Reichstein in der Bochumer Straße in Gelsenkirchen zu sanieren und diesen Prozess der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auf der kürzlich eröffneten „Schaustelle“ können sich Interessierte die handwerklichen Lösungen direkt am Objekt zeigen lassen. So wird Investoren, Handwerkern und Eigentümern ermöglicht, Informationen für die Sanierung vergleichbarer Immobilien zu erhalten und am Haus Reichstein zu lernen. Helga Sander, Geschäftsführerin der Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen, sagte auf der Eröffnung der Schaustelle: „Ziel ist es, potenziellen Eigentümern die Angst vor einem Altbau zu nehmen.“

Die Wiederbelebung des Hauses durch das derzeit einzigartige Projekt hat das geschichtsträchtige Haus vor dem Abriss bewahrt. Für die Sanierung wurden zunächst die einzelnen Schichten des Gebäudes abgetragen, um die wertige Substanz freizulegen, wie etwa der Terrazzo-Boden im Erdgeschoss. Das Fehlen des Hauses hätte hingegen für eine höhere Lärmbelastung und eine Lücke im historischen Erscheinungsbild der Bochumer Straße gesorgt. Zukünftig sollen Führungen in Haus Reichstein stattfinden und ein Videotagebuch über Bauabschnitte und Phasen der Sanierung berichten. Ein Café im Erdgeschoss wird ebenfalls eröffnen und so die gastronomische Tradition des Hauses weiterführen.

Weitere Informationen unter: haus-reichstein.nrw

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Peter Köddermann

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