Das ASG-Bildungsforum im Gemeindesaal der Kreuzkirche, Düsseldorf. Foto: Ingo Lammert / AKNW

Neuen Formen und Räume für die Trauer und Erinnerung

Zum Thema Trauer- und Bestattungskultur und deren Räume veranstaltet das ASG-Bildungsforum in Kooperation mit der Katholische Kirchengemeinde Derendorf Pempelfort Impulsvorträge und Podiumsdiskussionen.

Im März plante das ASG-Bildungsforum in Kooperation mit der Katholische Kirchengemeinde Derendorf-Pempelfort ein Veranstaltungsdoppel mit Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen zum Thema Trauer- und Bestattungskultur. Die von Baukultur Nordrhein-Westfalen unterstützte Diskussionsreihe entstand anlässlich des Wandels, der sich in den letzten 20 Jahren auf diesem Gebiet beobachten lässt: neben der traditionellen Beisetzung auf dem Friedhof haben sich See- und Waldbestattungen ebenso wie Kolumbarien weiter etabliert. Immer mehr Menschen suchen entsprechend individueller Merkmale wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Weltanschauung und sexueller Orientierung neue Möglichkeiten, ihren "letzten Weg" aktiv mitzugestalten. Der aktuelle Trend zur Umnutzung von Kirchen eröffnet hierbei Chancen neuer Bestattungsräume, birgt allerdings auch Herausforderungen für das Gemeindeleben. Nicht zuletzt sind besondere architektonische Lösungen gefragt, die zwischen verschiedenen Ansprüchen vermitteln.

Die Chancen sowie die Herausforderungen und die sich daraus ergebenden Fragen sollen an zwei Terminen im März aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Am Mittwoch, 11. März 2020 liegt der Fokus auf dem Wandel und der Diversität der Trauer- und Bestattungskultur. Der ehemalige Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel Prof. Dr. Reiner Sörries zeigt, welches Potenzial eine plurale Gesellschaft auch in Hinblick auf den "letzten Weg" entfalten kann und dass ein Comeback der traditionellen kirchlichen Bestattung durchaus möglich ist. Er wird die aktuellen Entwicklungen insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Einrichtung eines Kolumbariums in der Unterkirche Heilig Geist in Derendorf-Pempelfort darstellen.

Herausforderungen und Chancen von Kirchenumnutzung

Der für den 17. März 2020 geplante zweite Termin, musste auf Grund der Coronavirus-Pandemie kurzfristig abgesagt werden. In dieser Veranstaltung sollte es vordergründig um Herausforderungen und Chancen von Kirchenumnutzung gehen. Die Kunst- und Architekturwissenschaftlerin Prof. Dr. Stefanie Lieb, der Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Albert Gerhards und der Architekt Prof. Ulrich Königs vom DFG-Projekt „Sakralraumtransformation“ wollten sich in ihren Beiträgen mit den vielschichtigen Prozessen befassen, die bei der Umwidmung von Kirchenräumen eine Rolle spielen. Ein Schwerpunkt sollte auf dem Thema „Kolumbarien“ liegen. Ein Nachholtermin dieser geplanten Veranstaltung ist derzeit nicht vorgesehen.

Sakralarchitektur im pluralen städtebaulichen Kontext

Im September 2019 unterstützte StadtBauKultur NRW bereits das Symposium „Glaube - Identität - Architektur. Religion braucht Raum“ des ASG-Bildungsforums zum Thema Sakralarchitektur im pluralen städtebaulichen Kontext. Weitere Informationen dazu finden Sie unter auf der Projektseite zum Thema.

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