Alte Samtweberei in Krefeld. Foto: STADTRAUM 5und4

Mehr als Wohnen nach Corona

Ausgehend von der These des Transformationsforschers Dr. Markus Egermann, dass Krisen gesellschaftliche Transformationsprozesse beschleunigen, beschäftigt sich die Veranstaltungsreihe „Mehr als Wohnen nach Corona“ mit Lehren und Chancen aus der Corona-Krise.

Wie wollen wir in Zukunft leben? In einem lebendigen Stadtquartier in Verbindung von Wohnen und Arbeiten, von sozialen, ökonomischen und kulturellen Zusammenhängen? Oder als einzelne Individuen, die je nach ökonomischer Voraussetzung Gewinner oder Verlierer von Krisen sind? Solche Fragen sind nach Corona drängender geworden. Der Transformationsforscher Dr. Markus Egermann vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden sagt, dass Krisen gesellschaftliche Transformationsprozesse beschleunigen, da durch sie die Brüche des alten Systems deutlich werden. Was bedeutet das für das Wohnen in und nach der Corona-Krise?

Über diese und ähnliche Fragen diskutiert STADTRAUM 5und4 mit Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und mit Menschen, die in unterschiedlichen Wohnformen und Quartiersprojekten erprobt sind. Dabei wird erarbeitet, was die Lehren aus Corona für unser zukünftiges Wohnen und Stadtleben bedeuten und wie positive Entwicklungen z.B. für den Klimawandel oder den demografischen Wandel genutzt werden können.

Die drei Online-Veranstaltungen im Überblick:

  1. Mehr als Wohnen in Zeiten von Corona - My home is my castle: Berichte aus der Praxis

    Von den Erfahrungen des Wohnens während der Corona-Pandemie in traditionellen und neuen Wohnformen - Die 65jährige Rentnerin lebt in einem Single-Haushalt und geht als Vertreterin einer Risikogruppe kaum noch vor die Tür. Die Bewohnerin eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes teilt sich Räume mit anderen „Wunschnachbarn“. Die Familie aus der autofreien Siedlung probt den täglichen Familienwahnsinn, Homeoffice, Homeschooling und Alltag unter einen Hut zu bringen. Sie alle machen ganz unterschiedliche Wohn-Erfahrungen während der Corona-Krise. Ihre Berichte aus der Praxis kommentiert die Stadtentwicklungsexpertin Anja Bierwirth im Tischgespräch mit Christina Plantz von Stadtraum 5und4 und lotet neue Chancen aus, die verschiedene Wohnformen mit sich bringen.

    Tischgespräch mit Anja Bierwirth (Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie) und Christina Plantz (STADTRAUM5und4).

    Termin: Abrufbar voraussichtlich Ende Juli auf der Website von STADTRAUM 5und4.
  2. Mehr als Wohnen – Suffizienz für den Klimawandel

    Und es geht doch! - Die Corona-Krise hat uns für kurze Zeit zu einem suffizienten/genügsamen Lebensstil gezwungen. Wir haben weniger konsumiert, waren weniger mobil, haben an einem Ort gelebt und gearbeitet. Wir sind mit dem Nötigsten ausgekommen und haben vielleicht dabei neue Qualitäten entdeckt. Suffizienz verfolgt konsequent den Gedanken der Nachhaltigkeit und nützt dem Klimaschutz – Natur und Umwelt erholten sich spürbar. Wie können wir diese Lebensführung sinnvoll weitergestalten? Was bedeutet das für ein gemeinwohlorientiertes Bauen und Wohnen? Wieviel Privatraum braucht der Mensch und welche Flächen lassen sich gemeinschaftlich nutzen? Wie können durch kluge Verdichtung und Sanierung von z.B. Gewerbeflächen in den Innenstädten Synergieeffekte und Flächenpotentiale für „Wohnen und mehr“ erschlossen werden? Welche Qualitäten von Wohnen und Leben sind im Samtweberei-Quartier entstanden und bewähren sich auch in der Corona-Krise als nachhaltig und  zukunftsfähig?

    Shedhalle der Alten Samtweberei in Krefeld. Foto: STADTRAUM 5und4
    Shedhalle der Alten Samtweberei in Krefeld. Foto: STADTRAUM 5und4

    Diskussion mit Anja Bierwirth (Suffizienz-Expertin am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie), Monika Adams (Projektleiterin der Samtweberei in Krefeld), einem beispielhaften Projekt für Quartiersentwicklung in alten Gewerbeimmobilien, Bettina Noesser (Vorstandsmitglied von STADTRAUM5und4).

    Termin: 11.8.20, 18:00 – 19:30 Uhr live in der Shedhalle der Samtweberei, Krefeld.

    Anmeldung über
  3. Mehr als Wohnen in Köln – Mehr Gemeinwohl für ein zukunftsfähiges Stadtleben

Wie geht Veränderung in Köln? Welche Veränderungen in Städten wie Köln sind unausweichlich? Was wird schwieriger und was leichter nach Corona? Wie können die Weichen für mehr Gemeinwohl in der Stadtentwicklung und für einen "Mehr-als-Wohnen-Pakt" auf allen Entscheidungsebenen gestellt werden? Welche Rolle spielen Politik und Stadtverwaltung und welche Wirtschaft und Zivilgesellschaft? Welche Beispiele und Vorbilder aus anderen Städten gibt es für Köln?

Diskussion mit Niklas Maak (Redakteur für Kunst und Architektur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und profilierter Streiter für neue Wohnformen. Weitere Gäste sind angefragt.

Termin: 10.9.20, 19:00 – 20:30 Uhr live im FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Köln. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VHS Köln statt.

Anmeldung über

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von Baukultur Nordrhein-Westfalen, Volksbank Köln Bonn eG, VHS Köln, Urbane Nachbarschaft Samtweberei Krefeld u.a.

Ihr Ansprechpartner für diesen Bereich

Peter Köddermann

Peter Köddermann
Geschäftsführung Programm

T 0209 402 441-12
F 0209 402 441-11

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