Die Bodenplatte des Wiesencafes am Wittenberger Weg in Düsseldorf-Garath. Foto: Mira Reeh

Unendlich viele Freiheitsgrade – im öffentlichen Raum

Das Zentrum für Peripherie plant im März eine interdisziplinäre Tagung unter dem Titel „Unendlich viele Freiheitsgrade – im öffentlichen Raum“.

Bei der von Baukultur Nordrhein-Westfalen unterstützen Veranstaltung soll in Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure der Freiheit im Denken und Handeln nachgegangen werden, die künstlerisch begleitete Prozesse eröffnet, um anschließend zu untersuchen, wie dadurch gemeinsamer öffentlicher Raum entstehen kann.

In unterschiedlichen thematischen Zugängen sollen bei der Tagung am 5. März 2020 sieben Jahre künstlerische Arbeit am Wittenberger Weg ausgewertet werden. Das Viertel in Düsseldorf-Garath ist städtebaulich isoliert – eine Schnellstraße, eine Autobahn und ein Gewerbegebiet prägen die in den 1960er Jahren gebaute ehemalige Obdachlosensiedlung. Die räumliche Isolation korrespondiert bis heute mit der sozialen Situation der Bewohner und sorgt für die schlechtesten Sozialdaten Düsseldorfs. Mit der Entwicklung des Wiesencafés begann 2013 ein künstlerisches Projekt, dass durch die Idee von Jugendlichen der Alfred-Herrhausen-Schule initiiert und im Austausch mit Akteurinnen und Akteuren unterschiedlicher Disziplinen wie zum Beispiel Architektur, Stadtplanung, Kunst und Gastronomie umgesetzt wurde. Der Plan war es, eine soziale Mitte im Viertel zu schaffen, in der sich Menschen von Außerhalb und Menschen vom Wittenberger Weg begegnen können.

Die Veranstalterinnen und Veranstalter sind der Ansicht, gemeinsam denken und handeln setze konstruktive Energie frei. Deswegen ist das Ziel der Tagung in thematisch differenzierten Gruppenarbeiten eine produktive Zusammenarbeit zwischen Kindern, Jugendlichen und Studierenden sowie Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen zu schaffen und mit den Ergebnissen die Entstehung gemeinsamer öffentlicher Räume weiterzuentwickeln.

Zu den Projektpartnerinnen und -partnern der Veranstaltung gehören Baukultur Nordrhein-Westfalen, die Architektenkammer NRW, das Institut Moderne im Rheinland an der HHU Düsseldorf, das Zentrum für Peripherie NRW sowie der Landschaftsverband Rheinland. Die Tagung wird von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Fortbildung für Mitglieder der AKNW in den Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung mit 4 Unterrichtsstunden anerkannt und ist ein Beitrag zum Verbundprojekt "100 jahre bauhaus im westen".

Bereits 2015 unterstützte StadtBauKultur NRW (jetzt Baukultur Nordrhein-Westfalen) das Schulkunstprojekt „Arm oder Reich?“ der Düsseldorfer Künstlerin Ute Reeh. In Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern der Alfred-Herrhausen-Schule, Studierenden und Lehrenden der Peter Behrens School of Architecture Düsseldorf, wurde ein erster Prototyp des Wiesencafés realisiert.

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