"Anders(wo) trauern… Neue Formen und Räume für die Trauer und Erinnerung"

Dem Thema Trauer- und Bestattungskultur widmet sich das ASG-Bildungsforum in Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde Derendorf-Pempelfort im März mit zwei Veranstaltungen.

Anlässlich des Wandels, der sich in den letzten 20 Jahren auf diesem Gebiet beobachten lässt, soll es am 11. und 17. März 2020 zum einen konkret um den Wandel und die Diversität der Trauer- und Bestattungskultur, zum anderen um Chancen und Herausforderungen von Kirchenumnutzung gehen.

Neben den traditionellen Beisetzung auf dem Friedhof haben sich in den letzten 20 Jahren auch Möglichkeiten wie zum Beispiel See- und Waldbestattungen ebenso wie Kolumbarien weiter etabliert. Immer mehr Menschen suchen entsprechend individueller Merkmale wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Weltanschauung und sexueller Orientierung neue Möglichkeiten, ihren "letzten Weg" aktiv mitzugestalten. Der aktuelle Trend zur Umnutzung von Kirchen eröffnet hierbei Chancen neuer Bestattungsräume, birgt allerdings auch Herausforderungen für das Gemeindeleben. Nicht zuletzt sind besondere architektonische Lösungen gefragt, die zwischen verschiedenen Ansprüchen vermitteln.

Am Mittwoch, 11. März 2020 zeigt der ehemalige Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel Prof. Dr. Reiner Sörries welches Potenzial eine plurale Gesellschaft auch in Hinblick auf den "letzten Weg" entfalten kann. Am Dienstag, 17. März 2020 befassen sich dann die Kunst- und Architekturwissenschaftlerin Prof. Dr. Stefanie Lieb, der Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Albert Gerhards und der Architekt Prof. Ulrich Königs vom DFG-Projekt „Sakralraumtransformation“ in ihren Beiträgen mit den vielschichtigen Prozessen, die bei der Umwidmung von Kirchenräumen eine Rolle spielen.

Weitere Informationen zu dem Veranstaltungsdoppel finden sich auf unserer Projektseite unter www.baukultur.nrw/projekte.

Ihr Ansprechpartner für diesen Bereich

Peter Köddermann

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